WEVO 2019-03-14T18:43:14+00:00

WEVO-SPEZIALHARZE

EINKLEBEN VON GEWINDESTANGEN

mit dem WEVO-SPEZIALHARZ EP 32 S

 

Das Einkleben von Stahlstäben bei tragenden Konstruktionen nach DIN EN 1995-1-1:2010-12 und DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08 mit WEVO-Spezialharz EP 32 S und WEVO-Härter B 22 TS ist seit langem gängige Holzbaupraxis.

  • Vollholz aus Nadelholz nach DIN EN 14081-1 iVm. DIN 20000-5
  • Vollholz mit Keilzinkenstoß nach DIN EN 15497 iVm. DIN 20000-7
  • Brettschichtholz und Balkenschichtholz nach DIN 14080 iVm. DIN 20000-3
  • Balkenschichtholz nach Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung Nr. Z-9.1-440
  • Furnierschichtholz aus Nadelholz nach DIN EN 14374
  • Furnierschichtholz aus Buchenholz nach DIN EN 14374 iVm. der Allgemeinen bauaufs. Zulassung Z-9.1-838
  • Brettschichtholz aus Buchenfurnierschichtholznach der Allgemeinen bauaufs. Zulassung Z-9.1-837 oder der ETA-14/0354
  • Brettsperrholz aus Nadelholz nach Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung oder Europäischer technischer Zulassung/Bewertung
  • Dynamische Lasten können unter bestimmten Bedingungen berücksichtigt werden.

Brettschichtholzkonstruktionen ermöglichen hohe Spannweiten. Sind diese im Außenbereich notwendig, so wird oft zur Holzart Lärche gegriffen. Lärchenkernholz kann dort nach DIN 68800-1/-3 ohne vorbeugenden chemischen Holzschutz verwendet werden. Die Zulassung zur Einklebung von Stahlstäben bietet dem Planer neue Variationen. Verbindungen mit eingeklebten Stahlstäben können jetzt auch in Lärchebrettschichtholz bei Brücken oder anderen tragenden Bauteilen im Außenbereich eingesetzt werden.

Brettsperrholz bietet als Kreuzlagenholz / CL-Timber eine vielfältige Basis für komplexe Konstruktionen wie z. B. Aufstockungen, mehrgeschossigen Holzbau und vorgefertigte Bauelemente. Großflächige Bauteile für Wände, Decken- und Dachelemente sowie aussteifende Scheiben können jetzt dank der erweiterten Zulassung normkonform mit eingeklebten Stahlstäben zuverlässig verbunden werden. Diese Konstruktionsweisen mit Verbindungen aus geklebten Stahlstäben zu kombinieren, eröffnet Planern und Architekten neue Möglichkeiten in der Konzeption von Holzbauobjekten.

Die Baubuche ist „das neue Holz“ im Bau. Nach Anerkennung der Buche als Bauholz ist nun auch die Diskussion um mögliche geklebte Verbindungen positiv entschieden. Das Einkleben von Stahlstäben in Furnierschichtholz aus Buche ist durch die Erweiterung der Zulassung jetzt erlaubt. Die Begeisterung bei Architekten und Planern ist groß, denn so können nun filigranere Konstruktionen durch Verbindungen mit eingeklebten Stahlstäben realisiert werden. Durch die höheren Festigkeitswerte der Baubuche im Vergleich zu anderen Bauhölzern können Konstruktionen insgesamt schlanker gestaltet werden. Mit den beschriebenen Verbindungen vermitteln auch Knotenpunkte ein deutlich eleganteres Erscheinungsbild.

Wenn Konstruktionen aus Brettschichtholz mit eingeklebten Betonrippenstählen durch dynamische Lasten einer Ermüdungsbeanspruchung ausgesetzt sind, kann in Abhängigkeit von der Anzahl der Belastungszyklen und Berücksichtigung der Nutzungsklasse ein spezifischer Ermüdungsnachweis geführt werden. Bislang war diese Bauart nur für Konstruktionen mit vorwiegend ruhenden Lasten gestattet.

Anwendungsbeispiele
Referenzen

(Fa. Schaffitzel, Schwäbisch Hall)
 
Fa. Züblin (vormals Fa. Finnforest Merk)
(Fa. Rubner Holzbau, Brixen)
(Fa. Grossmann, Rosenheim)
(Mayr-Melnhof Holz Reuthe GmbH)

PRESS-/DRUCKFREIE VERKLEBUNGEN

mit dem WEVO-Spezialharz EP 32 S

 

Unter der Zulassungsnummer Z-9.1-876 hat das DIBt die Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für das Verkleben von Holzwerkstoffen mit dem WEVO-Spezialharz EP 32 S ohne Pressdruck erteilt. Der WEVO Spezialharz EP 32 S ist immer dann eine wirtschaftliche Alternative, wenn die bei herkömmlichen Klebstoffen notwendigen Pressdrücke nicht oder nur unter sehr großem Aufwand aufgebracht werden können.

Folgende tragende Verklebungen dürfen mit dem 2K-Epoxidharzklebstoff „WEVO Spezialharz EP 32 S mit WEVO-Härter B 22 TS“ ausgeführt werden:

  • Faserparallele Flächenverklebungen von Brettschichtholz, Balkenschichtholz und schmalseitenverklebtem
    Brettsperrholz aus Nadelholz mit einer Klebstofffugendicke von 1 mm ≤ t ≤ 4 mm.
  • Flächenverklebungen von Brettschichtholz, Balkenschichtholz und schmalseitenverklebtem Brettsperrholz aus Nadelholz unabhängig vom Winkel zur Faser der zu verklebenden Holzbauteile mit einer Klebstofffugendicke von 1 mm ≤ t ≤ 2 mm.

Die Anwendung ist bei Fichte, Tanne, Kiefer und europäischer Lärche zugelassen.

Der Klebstoff darf auch zum Aufkleben von Verstärkungen aus Vollholz, Sperrholz oder Furnierschichtholz aus Nadelholz mit den o.g. Klebstofffugendicken verwendet werden.

Das Klebeverfahren wurde erstmals bereits 2016 im Rahmen einer Zulassung im Einzelfall bei der Sanierung einer doppelstöckigen Sporthalle in Berlin erfolgreich angewendet (s.a. BAUEN MIT HOLZ 3.2017, S. 22 ff). Der hölzerne Trägerrost des Dachs hatte sich stark verformt. Im Rahmen der Sanierung wurde das gesamte Dachtragwerk angehoben und die bis dahin offenen Zwischenräume der gekreuzten Brettschichtholzbalken mit Füllhölzern geschlossen, die mit dem WEVO-Spezialharz (in dem Fall noch das Sanierungsharz EP 20 VP 1) in das Tragwerk eingeklebt und ohne den Einsatz von Pressdruck kraftschlüssig angeschlossen wurden. Auf diese Weise konnte die Gesamtsteifigkeit des Trägerrosts signifikant erhöht werden.

  • flächige Verklebungen von Holzwerkstoffplatten bei BSH-Sanierungen
  • Spezialsanierungen (siehe beigefügten Bericht aus „Bauen mit Holz“ 3.2017, S.22ff.)
  • Herstellung von Verbundträgern aus gleichen oder unterschiedlichen BSH-Querschnitten, wenn der notwendige Pressdruck für herkömmlicher Klebstoffe nicht erzeugt werden kann.
  • großflächige Verklebungen
  • ästhetisch anspruchsvolle Verklebungen (ohne Schrauben)
  • Sonderformate

SANIERUNG VON BRETTSCHICHTHOLZ

mit den WEVO-SPEZIALHARZEN EP 32 S und EP 20 VP 1

 

Für die Sanierung von tragenden Holzbauteilen aus Vollholz, Balkenschichtholz und Brettschichtholz sind die WEVO-Spezialharze EP 32 S und EP 20 VP 1 bauaufsichtlich zugelassen.

Bei der Instandsetzung von tragenden Holzbauteilen sind insbesondere die Anforderungen der Normen DIN EN 1995-1-1:2013-08, Abschnitt NCI NA.11.1 und DIN 1052-10:2012-05, Abschnitt 5 und 6 zu beachten. Die mit Instandsetzungen beauftragten Firmen müssen gemäß DIN 1052-10:2012-05, Abschnitt 5, über einen Nachweis der Eignung zur Instandsetzung von tragenden Holzbauteilen und von Brettschichtholz mittels Klebung verfügen. Während der gesamten Dauer der Instandsetzung muss mindestens ein Mitarbeiter vor Ort sein, der an einem Sanierungslehrgang der MPA Universität Stuttgart teilgenommen hat.

Die Dicke der sanierten Risse darf im Regelfall maximal 4 mm betragen. Bereichsweise dürfen erhöhte Fugendicken bis zu maximal 8 mm über eine Länge von maximal 0,5 m und eine Fläche vom maximal 0,10 m² auftreten, wenn an solche Fugenabschnitte in Trägerlängsrichtung in beiden Richtungen Bereiche mit mindestens der 5-fachen Länge dieses Fugenbereiches anschließen, bei denen die Rissdicke maximal 4 mm beträgt. Ausnahme hiervon sind Risse im Bereich von Auflagern, Anschlüssen, etc., die nur in eine Richtung eine Rissverlängerung aufweisen. In diesen Fällen ist die erwähnte Bedingung nur für eine Richtung zu gewährleisten.

Im Bereich der zu sanierenden Fugen darf die Holzfeuchte max. 17% (EP 20 VP 1) bzw. 18% (EP 32 S) betragen.

Bei der Sanierung muss die Temperatur im Fugenbereich zwischen 17°C und 35°C betragen.

Die zu sanierenden Risse dürfen im Allgemeinen keine abgelösten oder lockeren alten Klebstoffreste bzw. –schichten oder abgelöste Holzspreißel bzw.  –faserschichten aufweisen. Im Zweifelsfall sind die Risse zumindest an den Bauteilseitenflächen über Tiefen von rd. 4 cm bis 10 cm aufzuschneiden. Vor dem  Verfüllen sind die zu sanierenden Risse/Fugen durch Ausblasen mittels ölfreier Pressluft (Druck etwa 10 bar) von Staub zu befreien. Die Oberflächenvorbereitung darf frühestens 3 Tage vor der Verfüllung des Risses erfolgen.

Die zu sanierenden Risse sind vor dem Verfüllen entweder mit einem transparenten Klebeband abzukleben (Klebemethode) oder mit einem geeigneten Material, z.B. angedicktem Sanierungsklebstoff, abzuspachteln (Spachtelmethode).

Das verwendete Injektions-/Verfüllverfahren muss nachweislich sicherstellen, dass die Risse vollständig mit Klebstoff ausgefüllt sind und dass während des  Aushärtevorgangs kein Wegfließen des Klebstoffes möglich ist. Dabei ist auf eine ausreichende Anzahl von Injektionsöffnungen zu achten, Entlüftungsöffnungen sind nach Erfordernis anzuordnen. Bei der Verpressung mit einer Handhebelpresse hat sich, je nach Rissdicke, ein Abstand der Injektionsöffnungen zwischen rd. 100 mm und 250 mm, bei aufgeschnittenen Rissen bis zu 300 mm bewährt. Bei anderen Pressgeräten können gegebenenfalls  größere Abstände gewählt werden, wenn sichergestellt ist, dass eine zuverlässige Verteilung des Klebstoffes erreicht wird. Sofern für das Einpressen des Klebstoffes keine Einfüllnippel mit Rückschlagventil verwendet werden, sind geeignete Dübel zum Verschließen der Bohrlöcher vorzuhalten. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass sowohl die Einfüllnippel als auch die Dübel die Bohrlöcher möglichst dicht abschließen, so dass der verfüllte Klebstoff nicht ausfließen  kann.

EINGESPANNTE STÜTZENFÜSSE

mit WEVO-PLASTIC LM 50

 

Die Herstellung von Stützen aus Brettschichtholz zur Einspannung durch Verguss in Stahlbetonfundamente ist baufaufsichtlich zugelassen durch die Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-9.1-136 der Studiengemeinschaft Holzleimbau.

Eine Herstellung der in der Zulassung geregelten Produkte ist nur Mitgliedern der Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. oder Firmen und Organisationen, denen
die Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V. die Nutzung eingeräumt hat, erlaubt. Bitte wenden Sie sich an den Geschäftsführer der Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V., Herrn Dr.-Ing. (Dipl.-Ing.) Tobias Wiegand.  https://www.studiengemeinschaft-holzleimbau.de